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STATION 2a

Echter Mehltau an Gerste

Echter Mehltau (Blumeria hordei) an Gerste

Wo die Station steht

  • Banner „Echter Mehltau (Blumeria hordei) an Gerste" mit dem Verlauf des Befalls
  • Infografik „Zwischen Angreifer und Wirt" — elektronenmikroskopische Aufnahme eines Haustoriums neben dem Zellkern einer Gerstenblattzelle
  • Infografik „Infizierende Invasion" — konfokalmikroskopische Aufnahme einer befallenen Gerstenblattzelle
  • Infografik „Schönwetterpilz" — Nahaufnahme des weißen Pilzbelags auf einem Gerstenblatt

Blumeria hordei ist ein auf Gerste spezialisierter Pilz, welcher bei Gerste den sogenannten Mehltau verursacht. Der Pilz entzieht der Pflanze Nährstoffe und verursacht den typischen weißen Belag auf den Blattoberflächen.

Blumeria hordei wächst nur auf lebenden Gerstenzellen. Appressorien durchstoßen die Wachsschicht, Haustorien entziehen der Pflanzenzelle Nährstoffe. Durch den Befall entsteht der typische weiße Mehltau-Belag auf der Blattoberfläche und es kann zu deutlichen Ernteverlusten kommen.

Blumeria hordei ist ein auf Gerste spezialisierter parasitärer Pilz, der die Blätter seiner Wirtspflanzen befällt und dort den typischen weißen Mehltau bildet. Über spezielle Saugstrukturen, genannt Haustorien, entzieht er den Pflanzen Nährstoffe. Für Pflanzen ist der Pilz schädlich, und in der Landwirtschaft bedeutet ein Befall Ertragsverluste.

Landung. Die Pilzsporen werden durch den Wind an Gerstenpflanzen herangetragen.

Einbruch. Haftorgane (Appressorien) durchstoßen die äußere Wachsschicht des Blattes. Fingerförmige Saugorgane (Haustorien) dringen in die lebende Zelle ein und entziehen energiereiche Kohlenstoffverbindungen und Fette.

Schadsymptome. Frühstadium: Weiße, ein bis zwei Millimeter große, watteartige Pusteln zeigen sich auf der Blattoberseite und der Blattscheide. Spätstadium: Der Belag auf den Blättern wird graubraun, das Blatt vertrocknet.

Überdauerung. Der Echte Mehltau überwintert als Pilzgeflecht oder als widerstandsfähige Fruchtkörper auf befallenen Pflanzenresten und Ausfallgetreide. Im Frühjahr werden daraus Sporen freigesetzt, die neue Gerstenpflanzen infizieren.

Verbreitung. Der Echte Mehltau der Gerste ist weltweit in allen wichtigen Gerstenanbaugebieten verbreitet. Besonders häufig tritt er bei dichtem Pflanzenbestand auf.

Wirtspflanzen. Echter Mehltau befällt zahlreiche Kultur- und Wildpflanzen, darunter Getreide, Weinreben und Gurken. Die verschiedenen Mehltaupilze sind meist auf bestimmte Wirtspflanzen oder Pflanzengruppen spezialisiert.

Vorbeugung und Bekämpfung. Anbau von widerstandsfähigen Sorten; ausgewogene Düngung; weite Fruchtfolgen und Beseitigung von befallenen Pflanzenresten; für eine gute Durchlüftung des Bestandes sorgen, um hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Wirtschaftliche Bedeutung. Wirtschaftliche Schäden durch Echten Mehltau entstehen durch eine verringerte Photosyntheseleistung der Blätter und dadurch geringere Erträge. Bei starkem Befall können Kornbildung und Kornqualität beeinträchtigt werden. Der Ernteverlust liegt bei bis zu 25 Prozent.

Die Forschung zum Pflanzen-Mikroben-Wechselspiel hilft, Echten Mehltau gezielt zu bekämpfen, und kann sich so positiv auf mehrere UN-Nachhaltigkeitsziele auswirken.

Ziel 2 (Kein Hunger): Echter Mehltau kann durch geringere Ernten und schlechtere Qualität von wichtigen Nutzpflanzen einen negativen Einfluss auf die Ernährungssicherheit haben; die Forschung könnte künftig natürliche Gegenspieler des Pilzes und weniger anfällige Sorten hervorbringen.

Ziel 6 (Sauberes Wasser und Sanitärversorgung): Der Einsatz von Pilzgift-Spritzmitteln kann Gewässer belasten; die Forschung zu natürlichen Gegenspielern kann helfen, den Chemieeinsatz zu reduzieren.

Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz): Der Klimawandel kann Mehltau-Befälle begünstigen, da wärmere Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster die Ausbreitung in vielen Regionen intensivieren.

Blumeria hordei ist ein auf Gerste (Hordeum vulgare) spezialisierter parasitärer Pilz. Er befällt die Blätter seiner Wirtspflanzen und bildet dort den typischen weißen Mehltau. Wachsen kann er ausschließlich auf lebenden Pflanzenzellen; über spezielle Saugstrukturen, die Haustorien, entzieht er der Pflanze Wasser und Nährstoffe. Für Pflanzen ist der Pilz schädlich.

Der Befall verläuft in mehreren Schritten. Die Pilzsporen werden durch den Wind an Gerstenpflanzen herangetragen. Haftorgane (Appressorien) durchstoßen die äußere Wachsschicht des Blattes, fingerförmige Saugorgane (Haustorien) dringen in die lebende Zelle ein und entziehen ihr energiereiche Kohlenstoffverbindungen und Fette. Als Reaktion auf die Infektion verlagert die Gerste ihren Zellkern an die Infektionsstelle — ein wichtiger Bestandteil ihrer Immunabwehr.

Im Frühstadium zeigen sich weiße, ein bis zwei Millimeter große, watteartige Pusteln auf der Blattoberseite und der Blattscheide. Im Spätstadium wird der Belag graubraun, das Blatt vertrocknet. Bei starkem, anhaltendem Befall kann die Pflanze absterben. Der Pilz überwintert als Pilzgeflecht oder als widerstandsfähige Fruchtkörper auf befallenen Pflanzenresten und Ausfallgetreide; im Frühjahr werden daraus Sporen freigesetzt, die neue Gerstenpflanzen infizieren.

Der Echte Mehltau der Gerste ist weltweit in allen wichtigen Gerstenanbaugebieten verbreitet, besonders häufig bei dichtem Pflanzenbestand. Echter Mehltau als Gruppe befällt zahlreiche Kultur- und Wildpflanzen, darunter Getreide, Weinreben und Gurken. Die verschiedenen Mehltaupilze sind dabei meist auf bestimmte Wirtspflanzen oder Pflanzengruppen spezialisiert.

Wirtschaftliche Schäden entstehen durch die verringerte Photosyntheseleistung der Blätter und dadurch geringere Erträge; bei starkem Befall können Kornbildung und Kornqualität beeinträchtigt werden. Der Ernteverlust liegt bei bis zu 25 Prozent. Als Vorbeugung nennt die Ausstellung den Anbau widerstandsfähiger Sorten, eine ausgewogene Düngung, weite Fruchtfolgen mit Beseitigung befallener Pflanzenreste sowie eine gute Durchlüftung des Bestandes, um hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.


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