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STATION 2b

Arbuskuläre Mykorrhiza

Arbuskuläre Mykorrhiza-Symbiose

Wo die Station steht

  • Banner „Arbuskuläre Mykorrhiza"
  • Ausstellungsbeet mit Maispflanzen mit und ohne arbuskuläre Mykorrhiza — die Pflanzen der Negativkontrolle sind kleiner und leicht chlorotisch
  • Infografik „Kleine Bäumchen" — fluoreszenzmikroskopische Aufnahme von Arbuskeln in einer Wurzel des Japanischen Hornklees
  • Infografik „Symbiotische Liebe" — elektronenmikroskopischer Wurzelquerschnitt mit einer Pilzhyphe im Interzellularraum

Die arbuskuläre Mykorrhiza beschreibt eine Symbiose zwischen Pilzen und den Wurzeln der meisten Landpflanzen. Der Pilz dringt in die Wurzeln ein und bildet dort innerhalb bestimmter Zellen bäumchenartige Strukturen aus, die dem Nährstoffaustausch zwischen Pflanzen und Pilzen dienen.

Die arbuskuläre Mykorrhiza beschreibt eine Symbiose zwischen Pilzen und den Wurzeln der meisten Landpflanzen. In den Wurzelzellen bilden arbuskuläre Mykorrhizapilze Arbuskeln, an denen Nährstoffe ausgetauscht werden. Der Pilz liefert vor allem Phosphat und erhält im Gegenzug Kohlenhydrate und Fette. Weil beide profitieren, gilt diese Symbiose als mutualistisch.

Arbuskuläre Mykorrhizapilze sind Bodenpilze, die mit den Wurzeln vieler Pflanzen eine enge Symbiose eingehen. Sie bilden im Inneren der Wurzel baumartig verzweigte Strukturen, über die sie die Pflanze mit Nährstoffen und Wasser versorgen und im Gegenzug Fette und Kohlenhydrate erhalten. Für Pflanzen ist der Pilz vorteilhaft.

Das Ausstellungsbeet zeigt Maispflanzen mit und ohne arbuskuläre Mykorrhiza. Die Pflanzen ohne Pilzpartner sind die Negativkontrolle: Sie bleiben kleiner und sind leicht chlorotisch, manchmal durch die Akkumulation von Anthocyaninen auch lila verfärbt.

Die arbuskuläre Mykorrhiza kann als Partnerschaft zwischen Mikroben und Pflanzen die Erreichung mehrerer UN-Nachhaltigkeitsziele unterstützen.

Ziel 2 (Kein Hunger): Die AM-Symbiose könnte in Zukunft die Nährstoff- und Wasserversorgung vieler Kulturpflanzen verbessern, Erträge stabilisieren und so — besonders auf nährstoffarmen Böden — zu Ernährungssicherheit und nachhaltiger Landwirtschaft beitragen.

Ziel 12 (Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion): Durch eine effizientere Aufnahme von Phosphor und anderen Nährstoffen kann die Symbiose den Bedarf an mineralischen Düngemitteln senken.

Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz): Indem AM-Pilze pflanzlichen Kohlenstoff in stabile Bodenstrukturen einbauen und Treibhausgasemissionen aus Böden mindern, können sie langfristig zur Kohlenstoffspeicherung im Boden beitragen.

Ziel 15 (Leben an Land): Die AM-Symbiose kann die Bodenstruktur, die Bodenfruchtbarkeit und die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegenüber Stress wie Trockenheit verbessern.

Arbuskuläre Mykorrhizapilze sind Bodenpilze, die mit den Wurzeln vieler Pflanzen eine enge Symbiose eingehen. Im Inneren der Wurzel bilden sie baumartig verzweigte Strukturen, die Arbuskeln. Über sie gelangen Nährstoffe und Wasser in die Pflanze; in der Gegenrichtung fließen Fette und Kohlenhydrate zum Pilz. Da der Stoffaustausch beiden Partnern zugutekommt, spricht man von einer mutualistischen Symbiose. Für Pflanzen ist der Pilz vorteilhaft.

Feine, fadenförmige Hyphen durchziehen dabei das Wurzelgewebe. Die Arbuskeln in den Pflanzenzellen sind die zentralen Austauschorte der Symbiose — daher der Name „kleine Bäumchen". Der Pilz erweitert das Aufnahmevermögen der Pflanze für Nährstoffe wie Phosphat. Hyphen wachsen außerdem in den Interzellularräumen zwischen den Wurzelzellen. Diese Zwischenräume sind keine leeren Lücken, sondern hochdynamische Kontaktzonen zwischen Pflanze und Mikroorganismus. Der Pilz besiedelt die Wurzel nicht als schädlicher Eindringling, sondern als Symbiont.

Untersucht wird die Symbiose unter anderem am Japanischen Hornklee (Lotus japonicus) mit dem Mykorrhizapilz Rhizophagus irregularis. Mit einem grün fluoreszierenden Farbstoff lassen sich die Pilzstrukturen im Wurzelgewebe sichtbar machen; elektronenmikroskopische Querschnitte zeigen einzelne Hyphen zwischen benachbarten Pflanzenzellen. Beide Aufnahmen entstanden an dieser Modellpflanze, nicht an einer Kulturpflanze.

Das Ausstellungsbeet stellt Maispflanzen mit und ohne arbuskuläre Mykorrhiza nebeneinander. Die Pflanzen der Negativkontrolle, also die ohne Pilzpartner, bleiben kleiner und sind leicht chlorotisch; manchmal färben sie sich durch die Akkumulation von Anthocyaninen auch lila. Der Vergleich zeigt den Unterschied unter den Bedingungen der Ausstellung, nicht unter denen eines Feldversuchs.


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