Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip, das sich für eine lebenswerte Zukunft
einsetzt. Es bedeutet, die Bedürfnisse der heutigen Generation zu erfüllen,
ohne dabei die Chancen künftiger Generationen zu gefährden.
Nachhaltigkeit umfasst drei eng miteinander verbundene Bereiche: Ökologie —
der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Schutz
unserer Umwelt; Ökonomie — eine stabile, zukunftsfähige Wirtschaftsweise;
Soziales — Gerechtigkeit, Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Nur
wenn alle drei Dimensionen im Gleichgewicht sind, ist nachhaltige Entwicklung
möglich.
Um diesem Ziel näherzukommen, haben die Vereinten Nationen 2015 die Agenda
2030 verabschiedet — ein von allen Mitgliedstaaten unterzeichneter globaler
Rahmen. Kernstück sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable
Development Goals, kurz SDGs), die bis 2030 erreicht werden sollen. Alle 17
Ziele sind auf dem Nachhaltigkeitstisch dieser Ausstellung dargestellt.
Die Pflanzen-Mikroben-Forschung kann zur Umsetzung mehrerer dieser Ziele
beitragen. Fünf Ziele mit Bezug zu dieser Forschung werden auf den
ausklappbaren Blättern des Nachhaltigkeitstischs näher erläutert. Denn
Pflanzen und Mikroorganismen stehen in enger Wechselwirkung: Sie beeinflussen
Bodenfruchtbarkeit, Nährstoffkreisläufe und die Stabilität von Ökosystemen und
prägen damit ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit.
Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wurde im September 2015 auf dem
UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung in New York von allen Mitgliedstaaten
der Vereinten Nationen angenommen. In ihrem Kern stehen die 17 Ziele für
nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Sie richten
sich ausdrücklich an alle Länder — an Industrie- wie an Entwicklungsländer —
und bilden einen gemeinsamen Handlungsrahmen für Frieden und Wohlstand von
Mensch und Planet.
Nachhaltigkeit umfasst dabei drei eng verbundene Bereiche: Ökologie, also den
verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen; Ökonomie, also eine
stabile und zukunftsfähige Wirtschaftsweise; und Soziales, also Gerechtigkeit,
Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Nachhaltige Entwicklung setzt
voraus, dass alle drei Bereiche im Gleichgewicht stehen.
Die SDGs bauen auf jahrzehntelanger Arbeit auf. 1992 nahmen auf dem Erdgipfel
in Rio de Janeiro mehr als 178 Staaten die Agenda 21 an. Im September 2000
folgte auf dem Millenniumsgipfel die Millenniumserklärung und aus ihr acht
Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs), die die extreme Armut bis 2015
verringern sollten. 2012 beschlossen die Mitgliedstaaten auf der
Rio+20-Konferenz im Abschlussdokument „The Future We Want", einen Prozess zur
Entwicklung der SDGs zu starten; 2013 setzte die Generalversammlung dafür eine
30-köpfige Offene Arbeitsgruppe ein, ab Januar 2015 wurde verhandelt.
Die Fortschritte werden seither jährlich im Hochrangigen Politischen Forum für
nachhaltige Entwicklung überprüft. Die fachliche Begleitung liegt bei der
Abteilung für Ziele nachhaltiger Entwicklung (DSDG) in der Hauptabteilung
Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten (UNDESA) der Vereinten Nationen.
Auf dem Nachhaltigkeitstisch dieser Ausstellung sind alle 17 Ziele
dargestellt; fünf davon sind auf ausklappbaren Blättern näher erläutert, weil
die Pflanzen-Mikroben-Forschung zu ihnen einen Beitrag leisten kann. Welcher
Beitrag das im Einzelfall sein wird, ist Gegenstand laufender Forschung — die
Beispiele dieser Ausstellung zeigen Ansätze, keine fertigen Verfahren.